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17.10.2021 - Freiwillige Feuerwehren der Stadt Winsen (Luhe)

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Borstel

Ein Blick in die Geschichte der Feuerwehr Borstel

gi Borstel. In diesem Jahr wird die Freiwillige Feuerwehr Borstel 125 Jahre alt.

1899-1983-1 © FF Borstel© FF BorstelEin Grund dafür Rückschau zu halten. Auf Grund der Pandemie mussten alle Feierlichkeiten zum Jubiläum ausfallen. Bereits vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Borstel war in der Gemeinde eine Handdruckspritze für die Brandbekämpfung vorhanden. Im Juli 1896 wurde beschlossen, in dem Ort eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Am 11. Juli 1896 war es dann soweit, 47 Männer fanden sich bereit der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. Als erster Hauptmann wurde H. Koch gewählt. Steigerzugführer wurde P. Meyer. Außerdem wurde ein Ausschuss für die Aufstellung der Statuten, sowie der Beschaffung von Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenständen gewählt.1901-2 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Die Statuten der Wehr wurden dem Preußischen Landesamt zur Prüfung vorgelegt und vom Landrat abgezeichnet. Im gleichen Jahr trat die Freiwillige Feuerwehr Borstel dem Feuerwehrverband des Kreises Winsen bei. Ein Jahr später konnte dann der erste Feuerwehrball gefeiert werden. In den folgenden Jahren wurde eine Sanitätskolonne gebildet. In der Niederschrift von 1898 ist zu lesen, dass die Wehr Borstel verpflichtet ist, bei großen Bränden in den Ortschaften Sangenstedt, Rottorf, Radbruch, Roydorf, Luhdorf, Gehrden, Ashausen, Stöckte, Laßrönne, Tönnhausen, Hunden, Mover und Winsen Löschhilfe zu leisten. Für die Feuerwehr Borstel ist der erste Einsatz im eigenen Ort der Wehr, ein Brand am Rabeleschen Haus, 1899 verzeichnet. 1899 wurde beschlossen eine neue Spritze aus eigenen Mitteln von der Firma L. Tidler aus Hannover zu beschaffen, dafür wurde im Dorf eine Sammlung durchgeführt.1946-4 © Archiv B.Giese© Archiv B.Giese Weiterhin wurde der monatliche Mitgliedsbeitrag erhöht. Der Preis für die Handdruckspritze betrug damals 1.700 Mark. 1899 trat man auch der Vereinigten Landschaftlichen Brandkasse bei, die für im Dienst verunglückte Feuerwehrmänner zuständig ist. Vor dem Jahr 1900 war bereits das Spritzenhaus mit einem Schlauchturm gebaut worden. Es prägte über Jahrzehnte das Dorf Bild. 1901 wurde eine Rettungs- und Bergungs-Sektion geründet, die sich aus der Sanitätsmannschaft und dem Steigercorps zusammensetzte. Zusätzlich wurden für den Mannschaftswagen zwei Laternen und für die bessere Alarmierung zwei Hupen angeschafft. Im Mai 1902 fand dann das erste Feuerwehrverbandsfest in Borstel statt. Im Jahre 1903 wurde das erste Gruppenfoto der Wehr erstellt. 1903-3 © FF Borstel© FF Borstel1906 wurde die Bezeichnung von Hauptmann in Oberführer geändert. 1909 wurde zur Verbessrung der Löschwasserversorgung im Ort eine Tiefbohrung angelegt. In den Jahren 1903 bis 1910 musste die Wehr zur nachbarlichen Löschhilfe nach Stöckte, Tönnhausen und Winsen ausrücken. 1914 mit Beginn des ersten Weltkrieges, der auch Spuren bei der Freiwilligen Feuerwehr Borstel hinterließ, wurde beschlossen, das für verheiratete Kameraden die im Felde sind, sowie Familie haben, ein Weihnachtsgeschenk zu überreichen. 1915 rückte die Wehr zu einem Brand nach Sangenstedt aus. Bis 1920 waren hauptsächlich kleinere Brände zu bekämpfen. 1917 verstarb Oberführer Koch. Sein Nachfolger wurde der bisherige stellvertretende Oberführer H. Eggers. Da durch einen Großbrand 1975 die Chronik der Borsteler Wehr stark beschädigt wurde, sind aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen die Ereignisse nur sehr lückenhaft aufgezeichnet oder gar nicht mehr feststellbar. 1927 wurde zum neuen Oberführer O. Rieckmann gewählt, der dieses Amt bis 1940 inne hatte. Nach der Machtübernahme 1933 griff das NS – Regime auch nachhaltig in das Feuerwehrwesen ein. Der in Hamburg – Wilhelmsburg ansässige Branddirektor Westphal wurde den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Harburg als Kreiswehrführer vorangestellt. Das so genannte Führer-Prinzip, das den NS-Staat kennzeichnete, hinterließ auch bei den Feuerwehren ihre Spuren. Der Führer der Wehr war der erste Mann des Führerrates, darin saßen zwei Brandmeister und sechs Löschmeister. Es wurden per Gesetz einheitliche Uniformen eingeführt, die unverkennbar militärischen Zuschnitt erhielten. Auch die Lederhelme und die Offiziershelme mit Pickel wurden abgeschafft. Im Einsatz war jetzt der matt schwarz lackierte Stahlhelm, anfangs noch mit Kamm, ab dem Jahr 1940 ohne und mit Hoheitsabzeichen musste von nun an getragen werden.  Das NS-Regime vollzog am 23. November 1938 das Reichsfeuerlöschgesetz. Aus den Berufsfeuerwehren wurde nun die Feuerlöschpolizei und die Freiwilligen Feuerwehren wurden zu Hilfspolizeitruppen ernannt. Dieser Runderlass wurde vom Reichsführer der SS und Chef der Deutschen Polizei bereits am 1. März 1937 herausgegeben. Noch vor Kriegsausbruch wurden die Feuersirenen, die überall in Orten installiert waren, den Feuerwehren entzogen. Sie dienten jetzt nur noch dem Luftschutz. Die Feuerwehrkameraden nahmen aber immer noch am Dienst in Borstel teil. Ab 1940 übernahm H. Rabeler das Amt als Oberführer, das er bis 1944 innehatte. Nach dem Ausbruch des Krieges im September 1939 wurde die nachbarliche Löschhilfe neu geregelt. So galt dies nicht nur im gesamten Reichsgebiet, sondern auch in Borstel. Die Wehr war von nun ab verpflichtet, bis zu 15 Kilometer von ihrem Standort entfernt Hilfe zu leisten, vorher galt eine 7, 5 Kilometer Zone. Mit der alten Handdruckspritze wurden zwischen 1940 und 1944 von Oberführer Rabeler regelmäßig Übungen mit den Dienstverpflichteten durchgeführt. In der Zeit des zweiten Weltkrieges musste die Wehr Borstel 1942 nach Luhdorf ausrücken. Dort brannten nach dem Abwurf von Brandbomben sechs Gebäude. Ab 1942 gehörte die Feuerwehr Borstel zu dem neu gegründeten Unterkreis 5 zusammen mit den Wehren Winsen, Roydorf, Borstel, Laßrönne, Stöckte, Hoopte, Fliegenberg, Stelle, Ashausen, Drage und Drennhausen. 1944 wurde dann, nach dem Rabeler zum Kriegsdienst eingezogen wurde, neuer Oberführer H. Blecken. Mit dem Kriegsende besetzen britische Truppen 1945 Borstel. Auf Anordnung der englischen Besatzungsmacht hatten die Helme der Feuerwehr nun die Aufschrift „ Fire Service“ zu tragen.1945-1 © Archiv B.Giese© Archiv B.Giese Alle früheren Hoheitszeichen an den Fahrzeugen und Uniformen und der Schutzausrüstung waren zu entfernen. Die Jahre zwischen 1945 und 1949 verliefen ruhig. 1949 übernahm H. Behr als Hauptmann die Führung der Wehr. Auf der Versammlung der Wehr 1951 wurde die Anschaffung eines Fahrzeuges beschlossen. Die Kosten dafür betrugen 5.500 DM. Die alte Handdruckspritze, die bis dahin immer noch ihren Dienst tat, wurde für 487,50 DM verkauft und der Verkauf des alten Mannschaftswagens brachte nochmals 120 DM. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um eine Kraftzugspritze (KzS 8) auf einem Opel Blitz 1,5 Tonnen Fahrgestell der 6 Zylindermotor hatte eine Leistung von 55 PS (55 kW) mit dem Baujahr um 1938 mit Tragkraftspritzenanhänger.1951-5 © FF Borstel© FF Borstel Leihweise wurde Geld von den Einwohnern des Dorfes zur Verfügung gestellt. Für die Unterbringung des Fahrzeuges musste das um die Jahrhundertwende erbaute Feuerwehrhaus umgebaut, sowie vergrößert werden. 1955 erfolgte erneut ein Wechsel in der Führung der Freiwilligen Feuerwehr Borstel. O. Rieckmann stand jetzt der Wehr mit der neuen Bezeichnung Gemeindebrandmeister vor. 1952 nahm die Wettkampfgruppe an den ersten Wettkämpfen teil.1952-6 © FF Borstel© FF Borstel Im gleichen Jahr wurde eine Feuerwehrfördergemeinschaft gegründet. Alle Hausbesitzer, die nicht aktiv in der Feuerwehr Dienst leisten konnten, sollte damit die Möglichkeit gegeben werden, die aktiven Feuerwehrleute zu unterstützen. 1961 brannte es  auf einer Hofstelle direkt hinter dem Feuerwehrhaus.1961-7 © Archiv B.Giee© Archiv B.Giee1961-8 © Archiv B.Giese© Archiv B.Giese Obwohl der Ort Borstel von der Flutkatastrophe 1962 nicht direkt betroffen war, rückte die Wehr Borstel mit 36 Feuerwehrleute aus, um am Elbdeich Hilfe zu leisten. 1963 erhielt die Wehr als Ersatz für die betagte Kraftzugspritze ein neues Fahrzeug, auch der Tragkraftspritzenanhänger hatte ausgedient. Bei dem neuen Fahrzeug handelte es sich wiederum um einen Opel Blitz 1,9 Tonnen mit einem Aufbau und Frontpumpe der Firma Ziegler, die eine Leistung von 800 Litern in der Minute hatte. Der Opel hatte einen 6 Zylinder-Motor, mit einer Leistung von 70 PS (51 kW). Dieses Fahrzeug mit Heckbeladung blieb bis 1984 im Dienst.1963-9 © Archiv B.Giese© Archiv B.Giese 1964 vernichtete ein Großbrand zwei große Höfe im Ortskern. Beide Wohn- und Wirtschaftsgebäude, der Schweinstall, ein Schuppen mit landwirtschaftlichen Maschinen brannten nieder. 1965 wurde R. Niehaus Gemeindebrandmeister. Zur nachbarlichen Löschhilfe rückte die Wehr nach Winsen aus, dort brannte die Lagerhalle des Baustoffhandels Mahnke, auch zwei Holzschuppen und das Wohnhaus der Spedition Bruns brannte nieder. 1966 konnte die Wehr ihr 70 jähriges Bestehen feiern. Im gleichen Jahr richtete die Feuerwehr Borstel die Unterkreiswettkämpfe aus, der mit einem Festball endete. 1968 brannte es auf dem Schuttabladeplatz in der Gemarkung Borstel, hier konnte erfolgreich ein Flächenbrand verhindert werden. 1969 musste die Wehr in die Königstraße ausrücken, dort brannte nachts ein Wohnhaus. 1970 wurde dann H. Porth zunächst Gemeindebrandmeister und nach der Verwaltungsreform Ortsbrandmeister der Wehr Borstel. 25 Jahre, bis 1995 blieb Porth Ortsbrandmeister. Im gleichen Jahr ereignete sich auf der damaligen Bundesstraße 4 ein schwerer Verkehrsunfall mit einem mit Heizöl beladenen Tankwagen und einem PKW. Der PKW geriet in Brand. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte der Tankwagen vor dem Flammen bewahrt werden. 1972, nach der Gebiets- und Verwaltungsreform, gehörte die Freiwillige Borstel mit zwölf weiteren Ortsfeuerwehren zu den Feuerwehren der Stadt Winsen (Luhe). 1973 wurde von der Wehr Borstel auf dem Sportplatz der erste Stadt- und Gemeindefeuerwehrtag nach der Reform ausgerichtet.1975-10 © WA© WA1975-11 © WA© WA1975-12 © WA© WA1975-13 © WA© WA1975-14 © WA© WA1975-15 © WA© WA 1975 kam es am 13. August um die Mittagszeit zu der größten Brandkatastrophe, die Borstel bis dahin erlebt hat. Es brannten an der damaligen Bundesstraße 4. Der Hof Schwabe mit Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude und Stallungen. Ein Raub der Flammen wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite auch der Hof Rabeler mit einem Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Bei diesem Brand waren neben der Wehr Borstel alle zwölf weiteren Wehren der Stadt Winsen im Einsatz. Auch vom ehemaligen BGS aus Winsen beteiligten sich Wasserwerfer an der Brandbekämpfung. Die Einheit des BGS war gerade auf dem Rückmarsch von der Waldbrandkatastrophe aus der Heide, als sie auf die in Vollbrand stehenden Höfe zukam. Auch eine Einheit der Bundeswehr, die ebenfalls auf dem Rückweg in ihren Standort von einer Übung aus Schleswig-Holstein war, unterstütze die Löscharbeiten. Insgesamt waren 250 Kräfte im Einsatz um den Brand zu bekämpfen. Die Hitzestrahlung war so groß, das in einem Geschäft gegenüber dem Hof Rabeler die Scheiben gesprungen sind. Personen kamen bei diesem Großbrand nicht zu Schaden. Durch den massiven Einsatz aller konnte verhindert werden, dass der Brand auf weitere Gebäude übergreifen konnte. 1976 konnte gemeinsam mit der Feuerwehr Winsen auf dem Nettelberg bei einem ausgedehnten Flächenbrand ein Übergreifen des Feuers auf eine Tankanlage verhindert werden. Im gleichen Jahr ereignete sich erneut am Ortseingang Borstel ein Unfall mit einem LKW, bei dem der Fahrer eingeklemmt wurde. Waren es in früheren Zeiten hauptsächlich die Brandbekämpfung, die die Feuerwehr forderte, sind es jetzt auch die technischen Hilfeleistungen. 1978 kam es zu einer Serie von Bränden im Bereich der Ortschaft Luhdorf, auch Borstel blieb davon nicht verschont. Am 30. Juni brannten gleich zwei Wirtschaftsgebäude ab. Bei diesem Einsatz waren 150 Feuerwehrleute aus sechs Feuerwehren im Einsatz. 1982 konnte mit dem Neubau des Feuerwehrhaues begonnen werden. Das alte Haus in der Lüneburger Straße musste wegen des Baus der Kanalisation weichen. Ein neuer Platz für das Haus wurde am Dorfgemeinschaftshaus im Turnhallenweg gefunden. Die Borsteler Feuerwehrleute brachten insgesamt 1.700 Stunden Eigenleistung in den Bau ein. Am 13. Februar 1983 konnte das Haus in einer Feierstunde der Wehr übergeben werden.1983-16 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Der damalige Ortsbrandmeister Heinz Porth betonte in seiner Ansprache „Dass der heutige Tag in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Borstel eingehen wird“. Dieses Haus wird bis heute von der Wehr genutzt. 1984 konnte von der Winsener Wehr ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8schwer) übernommen werden. Die Winsener Wehr hatte vom Bund ein Löschgruppenfahrzeug (LF 16 TS) erhalten. Das LF 8schwer löste den Opel Blitz von 1963 ab. Bei dem Fahrzeug aus Winsen handelte es sich um einen Magirus-Deutz 110F 7 FA der Motor hatte ein luftgekühlte 6 Zylinder Motor und eine Leistung von 110 PS (81 kW) mit einer Frontpumpe von Magirus mit einer Leistung von 800 Litern in der Minute, auch der Aufbau stammte von Magirus.1984 LF 8 schwer-18 © B.Giese© B.Giese Das bei der Übernahme bereits 14 Jahre alte Fahrzeug blieb bis zum Jahre 2002 im Dienst. Schon wenige Monate später mussten die Borsteler zu einem Großbrand nach Winsen ausrücken. Dort brannten eine Scheune und ein Wohnhaus. 1985 rückte die Borsteler Wehr nach Tönnhausen aus, dort brannten zwei große Höfe. 1986 richtete die Borsteler den Kreisfeuerwehrtag aus. Im gleichen Jahr ereignete sich auf der Bundesstraße 4 ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten.1985-20 © WA© WA Am 13. November 1986 wird zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Borstel und der 3. Kompanie des Panzerbataillon 83 feierlich die Patenschaft besiegelt. Diese Patenschaft hatte viele Jahre lang Bestand, bis die Einheit und die gesamte Kaserne dem Rotstift zum Opfer fielen. Gleich im Januar 1987 brannte es in einem Dachstuhl eines Wohnhauses in der Königstraße.1987-21 © WA© WA 1988 wurde die Ausrüstung der Wehr entscheidend verbessert. Das Löschgruppenfahrzeug wurde nach einigen Umbauarbeiten mit einem hydraulischen Rettungsgerät, Stromerzeuger und Beleuchtungsgerät ausgerüstet. 1991 wurde von der Wehr Borstel innerhalb von einer Woche der Stadtfeuerwehrtag, sowie der Kreisfeuerwehrtag mit einem umfangreichen Rahmenprogramm ausgerichtet. Im Jahre 1993 wurden auf der Jahreshauptversammlung die ersten Frauen in der Wehr aufgenommen. In den Jahren bis 1994 hatte die Wehr es mit kleineren Bränden und Verkehrsunfällen zu tun.1994-22 © Archiv B.Giese© Archiv B.Giese1994-23 © Archiv B.Giese© Archiv B.Giese1994-24 © Archiv B.Giese© Archiv B.Giese Im April des Jahres 1994 brannte es bei einem Hersteller für Anhänger in der Lüneburger Straße. Bei dem Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl. Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. 1995 gab es an der Spitze der Wehr einen Führungswechsel. Nach 25 Jahren löste Heinz Rieckmann, Heinz Porth als Ortsbrandmeister ab. Rieckmann bleibt bis zum Jahre 2007 Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Borstel. Im August forderte ein großer Flächenbrand am Bahndamm zusammen mit weiteren Feuerwehren die Borsteler Wehr. 1996 konnte dann das 100 jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Borstel mit einem Festkommers und mit der Ausrichtung des Stadt- und Gemeindefeuerwehrtages, sowie mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden.1996-25 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL1996-27 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL  1997 nahm die Wettbewerbsgruppe mit Erfolg an verschiedenen Wettbewerben teil. Außerdem fand in diesem Jahr ein weiteres bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Wehr statt.1997-28 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Am 20. Dezember wurde die Jugendfeuerwehr Borstel im Beisein des damaligen Kreisjugendfeuerwehrwartes Peter Behr gegründet. Erster Jugendwart war damals Martin Porth. Es war zu diesem Zeitpunkt die 61. Jugendwehr im Landkreis Harburg. Neun Jungen und zwei Mädchen fanden sich spontan bereit der neu gegründeten Borsteler Jugendwehr beizutreten.1997-29 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Inzwischen kann die Wehr Borstel auf 24 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit zurückblicken. Im Juli 1999 musste in einer gut fünfstündigen Aktion eine Weide, die bei einem Gewittersturm auf ein Wohnhaus gefallen war, von den Wehren Borstel und Winsen von dem Gebäude entfernt werden.1999-30 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2000-31 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Zwischen Weihnachten und Neujahr im Jahre 2000 musste die Wehr zu einem größeren Brand in einer Gaststätte ausrücken. 2001 feierte die Feuerwehr Borstel auf dem Hof Riewesell ihr erstes Weinfest. Es wurde gleich zum großen Erfolg, zu dieser Veranstaltung kamen an die 600 Gäste um mit der Wehr zu feiern. Seitdem wird das Fest in einen Abstand von zwei Jahren gefeiert, unterbrochen wurde dieser Turnus durch die Corona Pandemie. 2002 wurde der Wehr Borstel zum Brandschutz der technischen Hilfeleistung zusätzlich die Erdung von Bahnanlagen übertragen. Dafür wurde sie mit Erdungsgerät von der Deutschen Bahn AG ausgerüstet, sowie speziell dafür ausgebildet.2002-38 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Im Sommer des gleichen Jahres erfolgte mit dem Hilfeleistungszug 1, zu der die Wehr Borstel gehört, der Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft im Amt Neuhaus beim Elbe Hochwasser. Hier waren die Elbdeiche zusammen mit anderen Feuerwehren und der Bundeswehr zu schützen.2002-35 © L.Wreide© L.Wreide2002-36 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Nur wenige Tage nach dem Einsatz beim Elbe Hochwasser  schlug ein Blitz in ein  Wohnhaus in der Königstraße ein. Durch den schnellen Einsatz der Wehren Borstel und Winsen konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Ende August wurde dann als Ersatz für das alte LF 8schwer mit dem Baujahr 1970 ein neues LF 8/6 in Dienst gestellt. Aufgebaut ist das neue Fahrzeug auf einem IVECO 75E15 Straßen Fahrgestell, der 6 Zylinder wassergekühlte Reihenmotor hat eine Leistung von 110 kW (150 PS). Den Aufbau fertigte Magirus. Jetzt verfügt die Feuerwehr erstmals über ein Wasserführendes Fahrzeug. Das LF 8/6 verfügt über einen 600 Liter fassenden Löschwasserbehälter. Im Heck ist die Magirus Feuerlöschkreiselpumpe FP 8/8 mit einer Leistung von 800 Litern in der Minute bei 8 bar verbaut. Ferner verfügt das Fahrzeug über einen Lichtmast mit zwei Scheinwerfern von 1 500 Watt, einen tragbaren Stromerzeuger, hydraulischem Rettungsgerät und einer Tragkraftspritze TS 8/8. In der Mannschaftskabine sind zwei Atemschutzgeräte, die während der Fahrt angelegt werden können, vorhanden. Das LF 8schwer wurde an die Freiwillige Feuerwehr Drezdenko der polnischen Partnerstadt der Stadt Winsen (Luhe) übergeben und tat dort noch einige Jahre seinen Dienst.2002-34 © B.Giese© B.Giese2002-37 © po© po Im April des darauffolgenden Jahres beteiligt sich die Jugendfeuerwehr Borstel an der Umweltaktion im Dorf.2003-43 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Im Juni 2003 veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Borstel einen Tag der offenen Tür, an dem sich die Bürger aus dem Ort über ihre Feuerwehr informieren konnten. Viele Borsteler Bürger nahmen das Angebot, sich einmal ihre Feuerwehr aus der Nähe anzuschauen, war.2003-40 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL 2003 mussten die Borsteler  auch zu mehreren Flächen, sowie Bränden von Strohballen ausrücken.2003-39 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL Der nächste größere Einsatz erfolgte im September, dort brannten auf einem Hof in der Lüneburger Straße gelagerte Strohballen. Das Jahr 2005 bescherte der Wehr Borstel eine Reihe von Einsätzen, bei der die Wehr stark gefordert wurde. Die Einsätze reichten von einem Kellerbrand bis hin zu drei Großbränden von Strohmieten, bei dem mehrere hundert Ballen ein Raub der Flammen wurden.2003-44 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2005-45 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2005-47 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL 2006 brannte am 12. April am späten Abend das Berufsfortbildungswerk im Borsteler Weg. Bei dem Brand wurde das Gebäude sehr stark beschädigt. Neben den Wehren Borstel und Winsen war auch die Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld und weitere Wehren aus dem Stadtgebiet im Einsatz. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages hin. Daneben gab es in den Sommermonaten im Ort noch zwei weitere größere Brände. Neben der Brandbekämpfung hatte es die Borsteler Wehr 2006 mit Hilfeleistungen verschiedenster Art zu tun. Insgesamt war das Jahr mit 38 Einsätzen ein sehr arbeitsreiches Jahr. Nach zwölf Jahren als Ortsbrandmeister stellte sich der bisherige Ortsbrandmeister Heinz Rieckmann im Jahre 2007 nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wählten die aktiven Mitglieder der Wehr auf der Jahreshauptversammlung Rüdiger Riewesell. 2007 kann nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Borstel auf ihr 111 jähriges Bestehen zurückblicken, auch die Jugendfeuerwehr besteht zehn Jahre. Mit der Ausrichtung des Stadt-und Gemeindefeuerwehrtages Winsen und Stelle wird dieses Jubiläum gefeiert. Außerdem gibt es bei der Stadtjugendfeuerwehr einen Wechsel in der Führung. Martin Porth von der Borsteler Wehr übernimmt das Amt als Stadtjugendwart. Großgeschrieben wird auch die Brandschutzerziehung. Regelmäßig führt die Wehr mit den Kindergarten und Grundschulklassen Besuche im Feuerwehrhaus durch, um den Kindern nicht nur die Feuerwehr näher zu bringen, sondern sie mit den Gefahren, die von einem Feuer ausgehen zu schulen. Gemeinsam mit dem MTV Borstel-Sangenstedt führt die Freiwillige Feuerwehr traditionell den Laternenumzug durch. Anfang 2009 gab es in Borstel einen  PKW Brand und als größten Einsatz der Brand eines Wohnhauses.  2011 wurde der ehemalige Ortsbrandmeister Heinz Rieckmann auf der Jahreshauptversammlung der Wehr mit der Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold ausgezeichnet. Außerdem rückte die Wehr Borstel zu einem Kellerbrand und zu Überflutungen nach einem Gewitter aus. 2012 besuchten die Alterskameraden die Werkfeuerwehr des Flughafens Hamburg, dem sich eine Besichtigung des gesamten Flughafens anschloss. Diese Ausfahrten haben bei den Alterskameraden bereits Tradition. Bereits in den vergangenen Jahren wurden größere Unternehmen im Hamburger Raum besucht. 2013 führte die Jugendfeuerwehr einen Schnuppertag für Jugendliche aus dem Ort durch, um Nachwuchs für die Jugendabteilung zu gewinnen. Am Ende des Tages zog der damalige Ortsbrandmeister und Jugendwartin Corinna Rieckmann ein durchaus positives Fazit. Viele Jugendliche zeigten Interesse an einer Mitgliedschaft in der Jugendwehr. Das Jahr 2014 begann für die Freiwillige Feuerwehr Borstel gleich mit einem Großeinsatz. Im Borsteler Weg brannte ein Musterhaus. Am frühen Morgen rückten neben der Borsteler Wehr auch die Feuerwehren Winsen, Sangenstedt und Rottorf aus. Später wurden dann noch die Wehren Laßrönne und Tönnhausen nachalarmiert. Insgesamt waren bei dem Feuer über 130 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Löscharbeiten zogen bis in den Vormittag hinein. Auf der Jahreshauptversammlung 2014 wird zum neuen Ortsbrandmeister der Borsteler Wehr Martin Porth von der Versammlung gewählt.  Porth hat dieses Amt bis heute inne. Im August 2018 blockierte ein Baum die Bahnstrecke in der Straße Wedemark, die Wehr Bortsel musste ausrücken, um zusammen mit der Werkfeuerwehr des Rangierbahnhofs Maschen die Bahnstrecke zu erden. Ein Großbrand in der Lebenshilfe im Borsteler Grund forderte im Februar 2019 gleich den Einsatz von sechs Feuerwehren.  Im selben Jahr brannten Strohballen, weiterhin war die Wehr bei einem Schwelbrand in einem Regionalzug im Winsener Bahnhof gefordert. Aber damit nicht genug,  im November brannten auf einem Gelände einer Spedition im Gewerbegebiet mehrere LKW, dabei waren in unmittelbarer Nähe abgestellte Tankfahrzeuge gefährdet. Aber in dem Jahr 2019 gibt es auch erfreuliches zu berichten. Im September konnte die Kinderfeuerwehr gegründet werden. Sie ist somit die achte im Winsener Stadtgebiet. 2020 kam es im Borsteler Weg zu einem Gebäudebrand, auch hierzu rückte die Wehr aus. Im Jubiläumsjahr besteht die Freiwillige Feuerwehr Borstel aus 57 aktiven Mitgliedern, 18 Kameraden in der Altersabteilung, 19 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 20 in der Kinderfeuerwehr. Als Ortsbrandmeister steht der Wehr Martin Porth und sein Stellvertreter Nils Weselmann vor. Auch auf Kreisebene engagiert sich die Feuerwehr Borstel. Seit 38 Jahren ist die Wehr fester Bestandteil der Kreisfeuerwehrbereitschaft, heute im Fachzug technische Hilfeleistung 1. Neben dem Brandschutz und der Hilfeleistungen richteten die Borsteler Feuerwehrleute auch regelmäßig das Osterfeuer aus. Besonders stolz ist man auf die Wettbewerbsgruppen, die in den Jahren 2014 und 2015 bei den Leistungswettbewerben den Titel Kreismeister im Landkreis Harburg errungen haben. Leider müssen in diesem Jahr alle Veranstaltungen auf Grund der Corona Pandemie ausfallen. Als größtes Event war das gemeinsame Zeltlager der Jugendfeuerwehren der Stadt Winsen und der Gemeinde Stelle geplant, das in Borstel stattfinden sollte. Trotzdem ist die Freiwillige Feuerwehr Borstel weiterhin bei Not und Gefahr für die Bürger im Ort da. Auch zu überörtlicher Löschhilfe musste die Wehr Borstel in den vergangen 125 Jahren immer wieder ausrücken.

2006-48 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2006-49 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2007-51 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2008-54 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2008-55 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2009-57 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2010-58 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2014-59 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2019-61 © M. Wille© M. Wille2019-63 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2019-66 © Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL© Pressesprecher Feuerwehren der FF Stadt WL2021-68 © FF Winsen© FF Winsen

 



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